Brüste kneten gegen Brustkrebs

20.12.2012

Bösartige Brustkrebszellen zu kneten könnte helfen, sie wieder zu normalem Wachstumsverhalten zu bewegen. Das haben Wissenschaftler der UC Berkeley und des Lawrence Berkeley National Laboratory herausgefunden.






Die Mediziner haben mit ihrer Studie zum ersten Mal gezeigt, dass mechanischer Druck ausreichen kann um das ausgeartete Wachstum von Krebszellen zu stoppen.

Kompressions-BHs gegen Brustkrebs?

Das überraschende Ergebnis bedeutet nicht, dass in Zukunft Druck-Therapien bei der Brustkrebs-Bekämpfung eingesetzt werden sollten.

Vielmehr gibt uns die Studie neue Hinweise für das Aufspüren der Moleküle und Strukturen, die das Ziel einer neuen Therapie werden könnten.
Professor Dr Daniel Fletcher

Wie wurde das Experiment durchgeführt?

Die Forschen haben bösartige Tumorzellen in flexible Silikonkammern eingebettet. Die dehnbare Hülle hat es ihnen erlaubt, von außen Druck auf die Zellen auszuüben. Unter Druck wuchsen die bösartigen Zellen kontrollierter und entsprachen eher dem Wachstum, das von gutartigen Zellen erwartet wird.

Menschen wissen seit Jahrhunderten, dass physische Kraft unsere Körper beeinflusst. Wenn wir Gewichte heben, werden unsere Muskeln größer. Die Anziehungskraft ist essentiell um unsere Knochen robust zu halten. Hier zeigen wir, dass physische Krafteinwirkung eine Rolle beim Wachstum von Krebszellen hat.
Gautham Venugopalan

Die Studie wurde am Montag auf dem jährlichen Kongress der >Amerikanischen Gesellschaft für Zellbiologie in San Francisco vorgestellt.

Diagnosegenauigkeit von Cloud4Cancer
Fluoreszierende Aufnahmen von Tumorzellen, die ohne (links) und mit Druck von außen (rechts) gewachsen sind. Der gequetschte Zellhaufen ist kleiner und ist fast gesund gewachsen. (Quelle: Fletcher Lab)

Kann das Kneten keine Metastase auslösen?

Seit langer Zeit hält sich die Behauptung, dass man durch das Kneten eins Knoten in der Brust diesen Zerbrechen und so eine Metastase auslösen könnte. Das ist absoluter Quatsch.

Eine andere Theorie besagt, dass eine Massage des Tumors die Zirkulation des Bluts in dieser Region verbessert und so den Krebszellen, die sich über Adern und Lymphkanäle fortbewegen, die Ausbreitung erleichtert. Auch für diese Behauptung gibt es keine medizinische Grundlage.


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