Fettgewebsnekrose der Brust

Bei der Fettgewebsnekrose (von griech. Nekrose = Absterben) der Brust stirbt das in der Brust befindliche Fettgewebe auf Grund einer Schädigung der Zellen ab.

Ursachen

Zu den Ursachen gehören hauptsächlich zwei Aspekte: entweder eine äußere Gewalteinwirkung oder eine innere Verletzung.

Mit der Außeneinwirkung sind im Wesentlichen alle Formen von Gewalt gemeint, die sich zellschädigend auswirken können. Hierzu gehören vor allem massive Quetschungen oder Prellungen, die beispielsweise in Form eines heftigen Schlages oder einer Verletzung durch den Gurt im Auto in Folge eines Unfalls, entstehen können.

Zu den on innen ausgelösten Verletzungen gehören operative Eingriffe, vor allem die so genannten kosmetischen Operationen der Brust, wie zum Beispiel die Brustvergrößerung, die Brustverkleinerung oder die Straffung der Brust. Hierbei kann das Fettgewebe in Folge der operativen Durchtrennung von Blutgefäßen und einer daraus resultierenden Mangelversorgung der Zellen ebenfalls absterben.

Zysten

Bei der Zerstörung von Fettgewebe tritt die ölige Substanz in das umliegende Gewebe ein und bildet dort Zysten unterschiedlicher Größe. Diese Zysten lassen sich meist gut ertasten und erinnern dabei an kleine Knoten.

Entzündungen

Häufig geht die Fettgewebsnekrose darüber hinaus mit einem entzündlichen Prozess des umliegenden Gewebes einher. Hierbei werden die Nekrose-Knoten als äußerst schmerzhaft empfunden, und das sie umgebende Areal ist von außen entsprechend tast-, bzw. druckempfindlich. Die äußere Hautoberfläche kann dadurch in manchen Fällen eine blaue bis violette Verfärbung annehmen.

Behandlung

Eine Nekrose, die als solche gutartig ist, muss in jedem Fall durch eine ärztliche Untersuchung von einem bösartigen Tumor abgegrenzt werden. Hierzu findet zunächst eine Tastuntersuchung statt, um die ungefähre Anzahl der nekrotischen Knoten feststellen, sowie ihre Position in der Brust lokalisieren zu können. Die konkrete Größe der Knoten gibt Aufschluss darüber, wie viel Fettgewebe bereits abgestorben ist. Darüber hinaus findet in der Regel eine Untersuchung der betroffenen Brust mittels Ultraschall statt, um das Ausmaß der Fettgewebsnekrose in seiner Gesamtheit erkennen zu können.

Da sich die gutartigen Knoten meist nicht von selbst zurückbilden, werden sie üblicherweise operativ entfernt. Nach ihrer Entnahme werden die Nekrose-Knoten grundsätzlich histologisch auf Anomalien untersucht. Als Grund hierfür gilt die große Ähnlichkeit mit malignen Tumoren.