Brustdrüsenentzündung
Bei einer Brustdrüsenentzündung, für die der medizinische Fachbegriff Mastitis verwendet wird, handelt es sich um eine Entzündung der Brustdrüsen bzw. der Milchdrüsen die durch eine Infektion mit Bakterien hervorgerufen wird. An einer solchen Brustentzündung erkranken vornehmlich Mütter die ihr Kind stillen. Nur in ganz seltenen Fällen tritt diese Erkrankung auch bei Frauen die nicht stillen und Männern auf.
Symptome
Eine Mastitis tritt meistens in der 2. Woche nach der Geburt eines Kindes auf. Sie äußert sich durch eine Reihe von Symptomen bei der jungen Mutter:
- Plötzlich auftretendes hohes Fieber
- Schmerzen in der Brust, die meist einseitig auftreten und sich im Bereich um die Brustwarze befinden.
- Es kommt zur Überwärmung einer Brust, parallel hierzu treten Rötungen an der Brust auf.
- Wenn sich ein Abszess in der Brust bildet kommt es zu einer tastbaren Schwellung.
- Die Lymphknoten in den Achselhöhlen schwellen an.
- Die Milch verändert sich durch die Störung des Brustdrüsensekretes.
- In der Milch erhöhen sich bestimmte Zellen, was durch eine Untersuchung der Milch durch den behandelnden Arzt nachgewiesen werden kann.
Tritt eines oder mehrere der oben beschriebenen Symptome auf, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Ursachen
Hervorgerufen wird die Brustdrüsenentzündung durch Staphylococcus aureus, Streptokokken, Pseudomonas und andere. Diese Erreger dringen durch kleine Rhagaden an den Brustwarzen in die Brust ein. Mit Rhagaden werden kleine Hautverletzungen bezeichnet wie sie beim Stillen an den Brustwarzen auftreten können. Diese Keime finden sich bei jedem Menschen in der Mundhöle und verursachen zusammen mit einem Sekretstau die gefürchtete Mastitis.
Malignom
In seltenen Fällen kann die Mastitis auch durch ein Malignom hervorgerufen werden. Diese Ursache kommt vor allen bei Frauen im mittleren Alter in Frage. Ein Malignom ist ein bösartiger Tumor der sich vor allem im Bereich der Brustwarzen ansiedelt. Während einer akuten Mastitis kann nicht bestimmt werden ob diese durch ein Malignom hervorgerufen wurde. Zur genauen Diagnose muss die Brustentzündung zunächst abheilen. Ein sicheres Zeichen für ein Malignom ist eine Verhärtung im Bereich der Brustwarzen, die mit einem starken Ausfluss durch die Brustwarzen einhergeht.
Behandlung
Eine akute Brustentzündung wird nur noch in den seltensten Fällen durch Abstillen und die Gabe von Prolaktinhemmern bekämpft. In der Regel wird heute eine Therapie mit Antibiotika empfohlen, wobei das Kind weiter gestillt werden kann. Treten Abszesse auf, so müssen reife Abszesse in der Regel chirurgisch geöffnet, mit antibiotischer Lösung gespült und eine Drainage zur Sekretableitung gelegt oder punktiert werden.